Internet-Exit wieder über VPN-Dienstleister

Liebe Leser*innen,
wie bereits auf Twitter veröffentlicht, möchten wir hiermit nochmals bekannt geben:

Im Hinblick auf aktuelle Hausdurchsuchungen bei Zeugen und dem Unwillen einen zentralen Verein zu gründen, haben die Ansbach Gateway Admins heute am Stammtisch beschlossen, den Datenverkehr wieder über VPN Dienstleister aus zu routen. Näheres morgen auf der Website.<jom

Für Knoten-Betreiber und Freifunk-Nutzer ändert sich nichts, außer der öffentlichen Internet-IP. Bei der Benutzung ist es nach wie vor sehr wichtig, sämtlichen Datenverkehr Ende-zu-Ende zu verschlüsseln!

Warum wir nach drei Jahren keinen Traffic mehr direkt von unseren Servern ins Internet leiten?

Die neue Befugnisse der Polizei, bei welchen auch Zeugen eines Strafverfahrens durchsucht werden können, das neue bayrische Polizeiaufgabengesetz und die Vorkommnisse bei den geschätzten Zwiebelfreunden, wecken in uns die Befürchtung, dass dadurch auch wir als Internet-Gateway-Betreiber wieder in die Mühlen der Justiz gelangen könnten.

Das würde für uns Gateway-Admins bedeuten:

  • Morgendlicher Hausbesuch durch Ermittler_innen.
  • Beschlagnahmung Privater & Firmenhardware (mehrere Tage bis Monate) und die anschließende Unsicherheit, ob darin nicht vielleicht ein Spionagemodul installiert wurde.
  • Anschließender juristischer & emotionaler Stress.

been there, done that (wir haben da bereits Erfahrungen gemacht)

Wir haben uns daher entschieden wieder auf verschiedene VPN-Dienstleister zu setzen, um uns diese Probleme vom Hals zu halten. Schade dass es dazu wieder gekommen ist! Eventuell nehmen wir zukünftig auch ein Angebot einer anderen Community an, die bereits einen Provider-Verein gegründet haben und wo wir unseren Traffic ebenfalls ins Internet weiterleiten könnten. Danke für die verschiedenen Angebote! Bisher ist uns ein eigener Provider-Verein selbst zu viel Stress und auch zu dezentral, da dadurch immer irgendwo ein juristischer Flaschenhals entsteht. Da jeder Gateway-Betreiber selbst entscheidet, wie der Traffic geroutet wird, kann sich das zukünftig allerdings ändern.

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